Mesut Özil ist der teuerste deutsche Spieler aller Zeiten. Vor rund einem Jahr zahlte der FC Arsenal etwa 50 Millionen Euro Ablöse für ihn. Doch die Saison verlief für den offensiven Mittelfeldspieler schwierig. Und auch bei der WM, die er bekanntlich mit Deutschland gewinnen konnte, gab es zahlreiche Stimmen, die seine Leistungen negativ sagen. Özil wehrt sich und geht gegen seine Kritiker in die Offensive. Nicht er sei das Problem, sondern die Position, auf der er eingesetzt werde.
Özil möchte auf der Zehn spielen
Özil sieht sich als offensiven Mittelfeldspieler in der Zentrale. Im Gespräch mit dem „Daily Telegraph“ bezeichnete er sich als „einen der besten Zehner auf der Welt“. „Fans, Trainer und Spieler überall“ wüssten, dass „meine Position die des Spielmachers ist“. Wenn er hingegen links spielen müsse, wie dies bei Arsenal häufig der Fall ist, könne er seine Qualitäten nicht derart gut zum Tragen bringen. Bei Real Madrid musste der 25-Jährigen häufiger auf dem rechten Flügel spielen. Dies habe ihm „gefallen“, denn dann „konnte ich nach innen ziehen und mit einem linken Fuß abschließen“. Ein solches Spiel sei „links deutlich schwieriger“.
Keine Kritik an Wenger
Diese Sätze möchte Özil allerdings nicht als Kritik an seinem Coach Arsene Wenger verstanden wissen. Der gesamte FC Arsenal könne „stolz auf einen solch fantastischen Teammanager mit derart viel Erfahrung“ sein, ist der frühere Bremer überzeugt. Wenger sei einer der Gründe gewesen, weshalb er überhaupt zum britischen Klub nach London gekommen sei. Er wollte sich „hier weiterentwickeln“ und er wisse, dass die Wenger genau der richtige Trainer dafür sei. Angst vor den anstehenden Aufgaben hat der offensive Mittelfeldspieler deshalb auch nicht: Borussia Dortmund als einer der Gegner in der Champions League wisse beispielsweise, wie gut der FC Arsenal sei. Sein Klub sei ausreichend stark, um das Finale in der Königsklasse zu erreichen, ist Özil überzeugt.