Schalke 04 & Boateng: Endlich getrennte Wege

Der FC Schalke 04 und Kevin-Prince Boateng werden künftig – beide Seiten werden „endlich“ sagen – getrennte Wege gehen. Der offensive Mittelfeldspieler war in der letzten Saison von den Knappen suspendiert worden. Im Sommer sollte der 28-Jährige wechseln, doch gleich mehrere Optionen zerschlugen sich. Beide Seiten schoben sich deshalb den schwarzen Peter zu. Nun hat man sich auf eine vorzeitige Vertragsauslösung zum 31.12.2015 geeinigt. Boateng kann dann am 1. Januar ablösefrei an anderer Stelle einen neuen Vertrag unterschreiben. Es geht nur noch ums Geld.

Heldt rechnet mit schneller Einigung
Die Finanzen scheinen allerdings keine unüberbrückbare Hürde mehr zu sein. Manager Horst Heldt erklärte, dass man in finalen Gesprächen mit den italienischen Beratern des Spielers sei. Mit einer endgültigen Einigung rechne er „innerhalb der nächsten zehn Tage“.

Für Schalke wird das allerdings ein kostspieliges Verfahren: Eigentlich hatte Boateng, der mindestens fünf Millionen Euro pro Jahr (ohne Prämien) bei Schalke 04 verdiente, noch bis 2017 Vertrag. Seine Agenten wollen eine Abfindung in entsprechender Höhe. Und Königsblau scheint gewillt, sehr großzügig zu sein, um das leidige Thema endlich aus der Welt zu schaffen. Heldt erklärte bereits vielsagend, man wolle die Geschichte mit Boateng „unbedingt beenden“.

Boateng künftig wieder für Milan
Was der Spieler anschließend macht, steht laut „Bild“ auch schon fest. Er wird einen Halbjahresvertrag bei seinem Ex-Klub AC Mailand unterschreiben. Eine wirkliche Umstellung in seinem Leben dürfte dies für den Mann aus Ghana nicht bedeuten. Schon seit Oktober darf Boateng bei Milan trainieren. Schalke 04 gefiel die Idee gar nicht, den unerwünschten Spieler täglich auf dem eigenen Trainingsgelände zu haben.