Im Sommer wechselte Benito Raman von Fortuna Düsseldorf zum FC Schalke 04. Der Wechsel zog sich über Wochen, weil sich beide Parteien nicht über eine Ablöse verständigen konnten. Schließlich fand der Transfer für einen Betrag „nördlich von 13 Millionen Euro“ statt, wie Fortunas Vorstandschef Thomas Röttgermann erklärte. Laut „Spiegel Online“ ist dies nicht wahr und es soll sich nicht um den einzigen Fall handeln, wo der Düsseldorf-Boss gelogen bzw. unredlich gehandelt hat. Beim FC Schalke 04 wird man deutlich: Sportchef Jochen Schneider greift Röttgermann scharf an.
Was hat „Spiegel Online“ berichtet?
Die Ablöse für Raman bewegt sich laut der Quelle bei 6,5 Millionen Euro. Durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen kann das Paket auf mehr als 10 Millionen Euro anwachsen. Die Fortuna rechnet in einer mittlerweile veröffentlichten Stellungnahme ebenfalls die Leihe von Bernhard Tekpetey ein und kommt so auf „mindestens 13 Millionen Euro.“
„Spiegel Online“ berichtet zudem, dass Röttgermann die neugeschaffene Stelle des Mediendirektors der Fortuna mit einem alten Freund aus gemeinsamen Wolfsburger Tagen besetzt habe und unterstellte Kungelei. Hier wehrt sich Düsseldorf ebenfalls: Natürlich würden alle Positionen nur nach Eignung für den jeweiligen Posten besetzt.
Schneiders Angriff auf Röttgermann
Schneider stört sich für den FC Schalke 04 an zwei Dingen. Erstens habe Röttgermann „die Unwahrheit gesagt.“ Zweitens habe sich der Fortune über eine Vertraulichkeitsklausel hinweggesetzt. Er selbst werde dies nicht tun, so der königsblaue Sportchef. Er lasse es deshalb bei folgender Richtigstellung bewenden: Wenn Raman ewig für Schalke spiele und dann sehr teuer verkauft werde, könne noch was an Nachzahlungen für die Düsseldorfer kommen.
Er selbst habe Röttgermann kontaktiert, um das Thema aus der Welt zu schaffen, so Schneider weiter. Doch der Präsident der Fortuna habe bislang nicht reagiert. Der Schalker fügt an, dass er mit Düsseldorf selbst kein Problem habe. Er kenne und möge Lutz Pfaffenstiel seit Jahren. Zudem schätze er Friedhelm Funkel als Mensch und als Trainer, so Schneider. Es gehe ihm nur um Röttgermann.