Es war zu Beginn der WM eines der heißesten Themen des Turniers in Brasilien überhaupt: Das Freistoß-Spray, mit dem die Schiedsrichter dafür sorgen konnten, dass die Abstände bei Standardsituationen wirklich eingehalten werden. ZDF-Moderator Wolf-Dietmar Poschmann outete sich als Gegner und Hollands Starspieler Wesley Sneijder erklärte beispielsweise, es helfe ihm nicht bei Freistößen, sondern blockiere ihn mental. Nach einigen Tagen war aber alles vergessen. Spieler und Fans hatten sich an das Spray gewohnt und müssen wohl künftig auch nicht auf dessen Einsatz verzichten.
Fandel bestätigt: Spray kommt wohl für die Bundesliga
So bestätigte Deutschlands Schiedsrichter-Boss Heribert Fandel, dass die DFL darüber nachdenkt, das Spray künftig auch in der Bundesliga einzusetzen. Man sei jetzt „in dem Prozess drinnen“, in dem man das Für und Wider des Sprays abwäge, schildert der oberste Unparteiische des Landes. Laut „Bild“ könnte alles für DFL-Verhältnisse sehr schnell gehen. So wird wohl nur die Hinrunde ohne das Spray gespielt. Im Dezember steht die nächste turnusmäßige Vollversammlung der Liga an, auf der die Vereine sich dafür aussprechen könnten, das Spray einzuführen.
Keine Torlinientechnik in der Bundesliga
Das Spray war allerdings nicht die einzige technische Neuerung, die im Rahmen der WM in Brasilien zu bewundern war. So brachte die FIFA hier erstmals die Torlinientechnik in einem großen Turnier zum Einsatz, mit der anhand einer 3D-Simulation festgestellt werden kann, ob ein Ball im Tor ist oder nicht. Das Achtelfinale der WM 2010 zwischen Deutschland und England, in dessen Rahmen die Briten einen Treffer nicht bekommen hat, sorgte für den Entschluss, diese künftig zu verwenden. In der Bundesliga selbst muss man auf sie jedoch erst einmal verzichten. Die Vereine haben sich gegen den Einsatz ausgesprochen, weil die Einführung zu teuer sei.