Marcell Jansen ist in den vergangenen Wochen aus dem Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit verschwunden. Eigentlich ist dieser Vorgang erstaunlich, schließlich lief der Vertrag des 29-Jährigen beim Hamburger SV aus und es galt als ausgemachte Sache, dass der vielfache Nationalspieler eine neue Anstellung finden würde. Aber Halt: Eine ausgemachte Sache war es nur für die Personen, die Jansen nicht kannten. Wer dem Spieler auch nur etwas näher war, berichtete seit geraumer Zeit, dass die Gedanken im Kopf des Linksfuß sich in eine erstaunliche Richtung entwickelten. Jansen erwog das Ende seiner aktiven Karriere im Fußball. Und genau dafür hat sich der 242-fache Bundesligaspieler nun auch entschieden.
„Keine 100-prozentige Überzeugung mehr“
Im Gespräch mit den Medien offenbarte Jansen, wieso er seine Karriere nicht fortsetzen wolle. Er habe im Urlaub viel nachgedacht, schilderte der 29-Jährige, insbesondere über „die fantastischen Angebote“, die er hatte, um künftig sein Geld zu verdienen. Der FC Everton und Benfica Lissabon wollten den Mittelfeldspieler verpflichten. Dies seien „tolle Klubs“, so Jansen. Er habe sich trotzdem dagegen entschieden, eines der Angebote wahrzunehmen. Er besitze „keine 100-prozentige Überzeugung mehr“, um seine Karriere als Fußballer fortzusetzen. Und ohne eine solche mache es keinen Sinn mehr, weiterhin für einen Verein auf Profi-Niveau zu spielen. Gerne hätte man Jansen gefragt, ob ihm die klare Überzeugung auch schon in der letzten Saison abgegangen ist, denn über weite Strecken der Spielzeit wirkte es so. Doch dazu kam es nicht.
Jansens Pläne für die Zukunft
In gewisser Hinsicht ist Jansen im Fußballgeschäft schon immer eine besondere Person gewesen. Schließlich hat er stets sehr viel über die Gegenwart und die Zukunft nachgedacht. Jetzt gereicht ihm dies zum Vorteil. Jansen weiß bereits, wie es weitergehen soll: Er möchte sich voll und ganz seinem Start-Up widmen.