Der Fehlstart ist perfekt! Schalke 04 verliert auch das zweite Spiel in der Bundesliga und kann sich so nicht über das Debüt von Neuzugang Sebastian Rudy freuen. Der Vizemeister hat mit der ersten Heimniederlage gegen den eigentlichen Lieblingsgegner Hertha BSC seit 14 Jahren den kompletten Fehlstart hingelegt. Nach dem 0:2 gegen die „Alte Dame“ aus Berlin finden sich die „Knappen“ auf einmal auf Platz 15 der Tabelle wieder. Der Königstransfer der Schalker konnte noch nicht die entscheidenden Impulse setzen. Rudy konnte den Karren nicht kippen und konnte auch die nächste Niederlage nicht verhindern. Kurz nach der Pause musste der 28-Jährige auch schon wieder vom Platz. Matchwinner der Partie war Herthas Ondrej Duda, der einen Doppelpack schnürte. Es war der erste Sieg der Berliner auf Schalke seit dem 13. November 2004. Zuvor haben die Herthaner zehnmal in Folge im Ruhrpott verloren. Hertha findet sich zurzeit auf Platz drei der Tabelle wieder und hat die Maximalausbeute von sechs Punkten auf dem Konto.
Zu allem Überfluss hat Jewhen Konopljanka in der fünften Minute der Nachspielzeit die rote Karte wegen einer Notbremse gesehen. Eigentlich hatten die Schalker alles in der eigenen Hand. Der Videobeweis brachte den Königsblauen einen Elfmeter ein, da Marko Grujic bei einer Schalker Flanke ein strafbares Handspiel begangen hatte. Videoassistent Tobias Welz in Köln gab Schiedsrichter Sascha Stegemann den entscheidenden Tipp und sprach den Schalkern den fälligen Elfmeter zu. Daniel Caligiuri trat an und setzte den Standard ordentlich daneben – zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere. Und es sollte noch schlimmer kommen: Direkt im Gegenzug war Duda abgeklärter und schob zur 1:0-Führung der Berliner ein. „Hertha hat ein frühes Tor geschossen, das hat ihnen in die Karten gespielt, dann haben sie sich hinten reingestellt und wollten nur noch auf Konterspielen“, sagte Neuzugang Rudy im Anschluss der Partie. Nach dem Rückstand musste sich Schalke erstmal sortieren, doch zwingend wurde es nur in den seltensten Fällen. Schließlich war es wieder Duda in der Nachspielzeit, der nach der Notbremse von Konopljanka den fälligen Freistoß aus 25 Meter versenkte.